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Anschreiben schreiben: Aufbau und Formulierungen

Das Anschreiben beantwortet eine Frage: Warum passen Sie genau auf diese Stelle? Auf einer Seite, im Format eines Geschäftsbriefs und mit einem klaren Aufbau.

Aktualisiert: 2026-10-27 · 7 Min. Lesezeit

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Form: DIN 5008 in Kürze

  • Absender oben als Briefkopf.
  • Anschriftfeld links, etwa 4,5 cm vom oberen Rand.
  • Ort und Datum rechtsbündig: „München, 28. Oktober 2026“.
  • Fette Betreffzeile ohne das Wort „Betreff“: „Bewerbung als Projektmanagerin (m/w/d)“.
  • Anrede, Text, Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“, Unterschrift und Name.
  • Anlagen am Ende.

Der Aufbau in fünf Teilen

So wird das Anschreiben auch in B2-Kursen „Deutsch im Beruf“ gelehrt – und so erwarten es Personalverantwortliche:

  1. Einleitung – Sie haben die Anzeige gelesen und bewerben sich auf die genaue Stelle.
  2. Bezug zur Stellenanzeige – warum dieses Unternehmen und diese Aufgaben.
  3. Eigene Qualifikationen und Erfahrungen – Ausbildung oder Studium, aktuelle Position, zwei bis drei Anforderungen mit Belegen.
  4. Motivation – was Sie einbringen möchten; ggf. Eintrittstermin und Gehaltsvorstellung.
  5. Schluss – Bitte um ein persönliches Gespräch.

Typische Formulierungen

Einleitung: „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und bewerbe mich hiermit als …“

Bezug zur Stellenanzeige: „Ihr Unternehmen hat mich angesprochen, weil …“ · „Die von Ihnen beschriebenen Aufgabenbereiche entsprechen genau meinen Interessen und Fähigkeiten.“ · „Besonders interessiert mich an dieser Position …“

Qualifikationen und Erfahrungen: „Ich habe [Studienfach] an der [Universität] studiert.“ · „Ich habe eine Ausbildung als [Beruf] absolviert.“ · „In meiner bisherigen Position als … bei … war ich verantwortlich für …“ · „Durch meine Tätigkeit in … konnte ich umfangreiche Erfahrungen in … sammeln.“

Motivation: „Ich möchte meine Kenntnisse bei Ihnen einbringen.“ · „Besonders motiviert mich an dieser Position die Möglichkeit, …“

Schluss: „Ich würde mich sehr über die Gelegenheit freuen, Ihnen in einem persönlichen Gespräch mehr über meine Person zu erzählen.“ · „Ich freue mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“

Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Mit besten Grüßen“.

Anrede und kleine Regeln

Nennen Sie die Ansprechperson: „Sehr geehrte Frau Schneider,“ / „Sehr geehrter Herr Schneider,“. Ohne Namen: „Sehr geehrte Damen und Herren,“. Nach dem Komma geht es klein weiter, außer bei Nomen. Übernehmen Sie den Stellentitel genau aus der Anzeige, einschließlich „(m/w/d)“.

Eintrittstermin und Gehalt

Wenn die Anzeige danach fragt: „Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der 1. Februar 2027.“ und „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 52.000 € brutto jährlich.“ Ohne Nachfrage lassen Sie beides weg.

Checkliste vor dem Versand

  • Eine Seite, etwa 200–400 Wörter.
  • Firmenname, Ansprechperson und Stellentitel exakt wie in der Anzeige.
  • Jede Aussage ist im Lebenslauf belegt.
  • Dateiname wie „Anschreiben_Vorname_Nachname.pdf“.
  • Wenn Sie KI genutzt haben: alle Angaben prüfen und jeden [Platzhalter] ausfüllen.

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Häufige Fragen

Ist ein Anschreiben noch Pflicht?

Nicht immer. Wenn es verlangt wird oder es ein Upload-Feld dafür gibt, sollten Sie es aber immer beilegen.

Wie lang darf ein Anschreiben sein?

Eine DIN-A4-Seite, etwa 200–400 Wörter.

Darf ich „Hiermit bewerbe ich mich“ schreiben?

Als erster Satz wirkt es abgenutzt. Besser: „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und bewerbe mich hiermit als …“ und danach schnell konkret werden.

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