Form: DIN 5008 in Kürze
- Absender oben als Briefkopf.
- Anschriftfeld links, etwa 4,5 cm vom oberen Rand.
- Ort und Datum rechtsbündig: „München, 28. Oktober 2026“.
- Fette Betreffzeile ohne das Wort „Betreff“: „Bewerbung als Projektmanagerin (m/w/d)“.
- Anrede, Text, Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“, Unterschrift und Name.
- Anlagen am Ende.
Der Aufbau in fünf Teilen
So wird das Anschreiben auch in B2-Kursen „Deutsch im Beruf“ gelehrt – und so erwarten es Personalverantwortliche:
- Einleitung – Sie haben die Anzeige gelesen und bewerben sich auf die genaue Stelle.
- Bezug zur Stellenanzeige – warum dieses Unternehmen und diese Aufgaben.
- Eigene Qualifikationen und Erfahrungen – Ausbildung oder Studium, aktuelle Position, zwei bis drei Anforderungen mit Belegen.
- Motivation – was Sie einbringen möchten; ggf. Eintrittstermin und Gehaltsvorstellung.
- Schluss – Bitte um ein persönliches Gespräch.
Typische Formulierungen
Einleitung: „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und bewerbe mich hiermit als …“
Bezug zur Stellenanzeige: „Ihr Unternehmen hat mich angesprochen, weil …“ · „Die von Ihnen beschriebenen Aufgabenbereiche entsprechen genau meinen Interessen und Fähigkeiten.“ · „Besonders interessiert mich an dieser Position …“
Qualifikationen und Erfahrungen: „Ich habe [Studienfach] an der [Universität] studiert.“ · „Ich habe eine Ausbildung als [Beruf] absolviert.“ · „In meiner bisherigen Position als … bei … war ich verantwortlich für …“ · „Durch meine Tätigkeit in … konnte ich umfangreiche Erfahrungen in … sammeln.“
Motivation: „Ich möchte meine Kenntnisse bei Ihnen einbringen.“ · „Besonders motiviert mich an dieser Position die Möglichkeit, …“
Schluss: „Ich würde mich sehr über die Gelegenheit freuen, Ihnen in einem persönlichen Gespräch mehr über meine Person zu erzählen.“ · „Ich freue mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“
Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Mit besten Grüßen“.
Anrede und kleine Regeln
Nennen Sie die Ansprechperson: „Sehr geehrte Frau Schneider,“ / „Sehr geehrter Herr Schneider,“. Ohne Namen: „Sehr geehrte Damen und Herren,“. Nach dem Komma geht es klein weiter, außer bei Nomen. Übernehmen Sie den Stellentitel genau aus der Anzeige, einschließlich „(m/w/d)“.
Eintrittstermin und Gehalt
Wenn die Anzeige danach fragt: „Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der 1. Februar 2027.“ und „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 52.000 € brutto jährlich.“ Ohne Nachfrage lassen Sie beides weg.
Checkliste vor dem Versand
- Eine Seite, etwa 200–400 Wörter.
- Firmenname, Ansprechperson und Stellentitel exakt wie in der Anzeige.
- Jede Aussage ist im Lebenslauf belegt.
- Dateiname wie „Anschreiben_Vorname_Nachname.pdf“.
- Wenn Sie KI genutzt haben: alle Angaben prüfen und jeden [Platzhalter] ausfüllen.
Direkt umsetzen
Öffnen Sie den Editor, wählen Sie eine Vorlage und sehen Sie jede Änderung sofort auf der A4-Seite. Der Check prüft dabei genau die Punkte aus diesem Ratgeber.
Kostenlos startenHäufige Fragen
Ist ein Anschreiben noch Pflicht?
Nicht immer. Wenn es verlangt wird oder es ein Upload-Feld dafür gibt, sollten Sie es aber immer beilegen.
Wie lang darf ein Anschreiben sein?
Eine DIN-A4-Seite, etwa 200–400 Wörter.
Darf ich „Hiermit bewerbe ich mich“ schreiben?
Als erster Satz wirkt es abgenutzt. Besser: „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen und bewerbe mich hiermit als …“ und danach schnell konkret werden.







