So läuft ein typisches Gespräch ab
- Begrüßung und Small Talk (etwa 5 Minuten).
- Das Unternehmen stellt sich und die Stelle vor.
- Selbstpräsentation („Erzählen Sie etwas über sich“).
- Fragen zu Erfahrung, Kenntnissen und Motivation.
- Organisatorisches: Eintrittstermin, Gehalt, Kündigungsfrist.
- Ihre Fragen.
- Nächste Schritte.
Seien Sie 5–10 Minuten früher da, siezen Sie, bis Ihnen das Du angeboten wird, und nehmen Sie Ihre Unterlagen mit.
Selbstpräsentation in zwei Minuten
Einfacher Aufbau: aktuelle Situation → passende Erfahrung → warum diese Stelle. Beispiel: „Ich bin Industriemechaniker und arbeite seit sechs Jahren in der Lebensmittelproduktion. Dort bin ich für die Wartung der Abfüllanlagen verantwortlich. Jetzt möchte ich mich in der Pharmabranche weiterentwickeln, deshalb interessiert mich Ihre Stelle sehr.“
Typische Fragen
- „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“
- „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“ – eine echte Schwäche nennen und sagen, was Sie dagegen tun.
- „Erzählen Sie von einer schwierigen Situation bei der Arbeit.“ – Situation, Aufgabe, Handlung, Ergebnis.
- „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“
- „Warum möchten Sie wechseln?“ – positiv über den bisherigen Arbeitgeber sprechen.
- „Wie gut ist Ihr Deutsch?“ – ehrlich mit Niveau (z. B. B2) und Kurs oder Zertifikat.
Gehalt und Eintrittstermin
Nennen Sie eine Spanne als Bruttojahresgehalt, recherchiert z. B. im „Entgeltatlas“ der Bundesagentur für Arbeit: „Ich stelle mir ein Jahresgehalt zwischen 48.000 und 52.000 € brutto vor.“ Zum Eintritt: „Ich habe eine Kündigungsfrist von einem Monat und könnte zum 1. Februar beginnen.“
Unzulässige Fragen
Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Fragen nach Schwangerschaft oder Familienplanung, Religion, politischer Einstellung, sexueller Orientierung und allgemein nach Krankheiten nicht erlaubt. Sie müssen darauf nicht antworten.
Ihre eigenen Fragen
- „Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?“
- „Wie läuft die Einarbeitung ab?“
- „Wie groß ist das Team?“
- „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?“
- „Wie geht es nach unserem Gespräch weiter?“
Videointerview und Nachfassen
Testen Sie vorher Kamera, Mikrofon und Internet, wählen Sie einen ruhigen Raum und einen ruhigen Hintergrund. Nach dem Gespräch ist eine kurze Dankes-E-Mail am selben oder nächsten Tag eine gute Idee: „Vielen Dank für das freundliche Gespräch. Ich bin weiterhin sehr an der Stelle interessiert.“
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Kostenlos startenHäufige Fragen
Was ziehe ich an?
Sauber und etwas formeller als der Alltag im Unternehmen: im Büro Business Casual, in Bank und Beratung Anzug bzw. Kostüm.
Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch?
Meist 45–60 Minuten; oft folgt eine zweite Runde oder ein Probearbeitstag.
Ist es schlimm, wenn mein Deutsch nicht perfekt ist?
Nein. Sprechen Sie ruhig und fragen Sie nach: „Könnten Sie die Frage bitte wiederholen?“







